Nach intensiver Überarbeitung über mehrere Jahre ist nun die aktualisierte Fassung der Norm ISO 4407 veröffentlicht worden. Ein echter Meilenstein für alle Fachkräfte der mikroskopischen Partikelanalyse. Mit dieser Neuauflage ist die ISO 4407 fit für die Zukunft – praxisnah, technologieoffen und anschlussfähig an moderne Qualitätsprozesse.
Wer mit Mikroskopen arbeitet, kennt sie: ISO 4407 – die Norm zur manuellen Partikelbestimmung auf Filtermembranen. Sie gilt als Gegenstück zur ISO 11171, die die Kalibrierung automatischer Partikelzähler für Flüssigkeiten regelt. Während die ISO 11171 allerdings in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich überarbeitet und an den Stand der Technik angepasst wurde, blieb die ISO 4407 weitgehend auf dem Niveau der 1980er Jahre – bis jetzt.
Zeit für ein Update – und genau das ist jetzt gelungen.
Sean Ball, Mitarbeiter von PAMAS, hat sich der Herausforderung angenommen. Als Projektverantwortlicher setzte er sich mit großem Engagement und technischer Expertise dafür ein, die ISO 4407 komplett zu modernisieren. Das Ergebnis ist eine umfassend überarbeitete Norm, die nun neben der manuellen Auszählung auch die automatische Partikelzählung mittels moderner Bildgebungstechnologie berücksichtigt. Neben der Digitalisierung der Partikelzählung wurden auch die Probenvorbereitung sowie die Kalibrierung des Mikroskopaufbaus grundlegend aktualisiert und dem neuesten Stand der Technik angepasst. Ein essenzieller Schritt, um Vergleichbarkeit und Genauigkeit für die Hersteller von Mikroskopen und den Anwendern der Norm sicherzustellen.
Ein Kraftakt mit internationalem Teamwork
Der Weg zur überarbeiteten Norm war intensiv: Das internationale Gremium ISO TC131/SC6/WG2 hat in einem fünfjährigen Arbeitsprozess die Grundlagen geschaffen, um die ISO 4407 inhaltlich und technisch zukunftsfähig zu machen. Nun hat der Ausschuss den finalen Entwurf der Norm angenommen, der im Dezember 2025 veröffentlicht wurde. Mit der neuen ISO 4407 steht Anwendern nun eine zeitgemäße und technologisch ausgereifte Grundlage zur Verfügung, die nicht nur bestehende Anforderungen erfüllt, sondern auch Raum für künftige Entwicklungen lässt. Wir bei PAMAS sind stolz darauf, Teil dieses Fortschritts zu sein und freuen uns, dass wir unser Know-how dazu beitragen konnten, eine bewährte Norm zukunftsweisend weiterzuentwickeln.
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